Was der spinale Galantreflex mit Sitzunruhe und Bettnässen zu tun hat 

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Liebe Mama und lieber Papa,

vielleicht hast Du schon einmal beobachtet, wie Dein Kind scheinbar grundlos auf dem Stuhl hin und her rutscht, sich ständig umdreht oder gar nicht erst ruhig sitzen möchte. Vielleicht trägt Dein Kind ungern enge Kleidung, oder leidet sogar noch nach dem fünften Geburtstag unter Bettnässen. Wenn Du Dich fragst, ob das „einfach dazugehört“ oder ob mehr dahintersteckt, dann lohnt sich ein genauer Blick auf einen frühen Reflex: den spinalen Galantreflex. 



Was ist der spinale Galantreflex?

Der spinale Galantreflex ist ein frühkindlicher Reflex, der sich bereits in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche entwickelt. Unter der Geburt ist er voll aktiv und hilft dem Baby, sich durch den Geburtskanal zu bewegen. Wird das Baby später in Bauchlage gehalten oder gelegt, reagiert es auf eine leichte Berührung neben der Wirbelsäule mit einer seitlichen Hüftbewegung – die Hüfte dreht sich in Richtung des Reizes. Diese Reaktion ist in den ersten Lebensmonaten normal. Denn der Reflex sollte sich etwa zwischen dem dritten und neunten Lebensmonat allmählich zurückbilden, also „gehemmt“ bzw. integriert werden.



Wenn der spinale Galantreflex aktiv bleibt…

Bleibt der spinale Galantreflex darüber hinaus aktiv, kann er sich massiv auf das Verhalten und die körperliche Entwicklung Deines Kindes auswirken  und das manchmal sogar bis ins Erwachsenenalter. 

 

Ein aktiver Reflex lässt sich leicht durch Berührung im unteren Rückenbereich auslösen – etwa durch: 

  • den Gummibund der Hose
  • enge Kleidung
  • die Stuhllehne beim Sitzen
  • den Autositz oder Schulstuhl

 

Für das betroffene Kind fühlt sich das an wie ein ständig pieksender Reiz, der Konzentration unmöglich macht – vergleichbar mit einem Mückenstich, den man nicht ignorieren kann. Kein Wunder also, wenn es ständig zappelt, sich bewegt oder nicht stillsitzen kann. Manche Kinder empfinden sogar Berührungen als unangenehm oder reagieren überempfindlich auf enge Kleidung. 


 

Häufige Anzeichen eines aktiven Galantreflexes

  • Sitzunruhe und Zappeligkeit
  • Bettnässen (auch über das 5. Lebensjahr hinaus)
  • Konzentrationsprobleme und schwaches Kurzzeitgedächtnis
  • Unlust auf enge Kleidung
  • Asymmetrische Bewegungsmuster beim Laufen oder Hinken
  • Skoliose oder Beckenschiefstand
  • Rückenschmerzen - auch im Jugend- oder Erwachsenenalter
  • Blockaden im Kontakt zu den eigenen Gefühlen

 

Ein besonderes Augenmerk gilt der Körpersymmetrie: Ist der Reflex nur auf einer Seite aktiv, kann das die Körperhaltung, den Gang und sportliche Bewegungsabläufe negativ beeinflussen. Auch die Entwicklung späterer Bewegungsmuster, wie der Amphibienreflex oder koordinierte Rollbewegungen, kann gestört sein. 


 

Und was bedeutet das für Schule und Alltag?

Ein nicht integrierter spinaler Galantreflex kann die Grundlage für viele schulische Herausforderungen bilden: 

  • Dein Kind wirkt unaufmerksam, obwohl es sich anstrengt.
  • Es rutscht auf dem Stuhl herum, weil der Rücken ständig auf Reiz geht.
  • Es hat Schwierigkeiten, sich auf Aufgaben zu konzentrieren oder still zu arbeiten.
  • Es wird möglicherweise als unruhig, ungehorsam oder auffällig wahrgenommen – obwohl der Körper eigentlich nur versucht, dem Reiz auszuweichen.

 

Die Ursache liegt dabei nicht in mangelnder Disziplin, sondern im Nervensystem Deines Kindes und das ist trainierbar! 


 

Was kannst Du tun?

Wenn Du beim Lesen immer wieder gedacht hast: „Das passt irgendwie zu meinem Kind“, kann es sinnvoll sein, den spinalen Galantreflex gezielt testen zu lassen. Ein strukturiertes Reflexintegrationstraining unterstützt dabei, frühkindliche Reflexe Schritt für Schritt zu integrieren und dem Nervensystem eine stabilere Grundlage für Konzentration, Haltung und Selbstregulation zu geben.


Im Rahmen meines Reflexintegrationstrainings begleite ich Kinder individuell und alltagsnah – mit gezielten Übungen, einer fundierten Reflexprüfung und praktischen Impulsen für zu Hause.


Möchtest Du wissen, ob der spinale Galantreflex bei Deinem Kind noch aktiv ist?

Dann melde Dich gern zu einem kostenlosen telefonischen Erstgespräch (ca. 30 Minuten). Gemeinsam schauen wir auf die Situation Deines Kindes und klären, ob ein Reflexintegrationstraining sinnvoll sein kann.


 

Möchtest Du wissen, ob dieser Reflex bei Deinem Kind noch aktiv ist?

Dann melde Dich gern für ein kostenfreies telefonisches Erstgespräch (ca. 30 Minuten).


Wir klären Deine Fragen, schauen gemeinsam auf die Situation Deines Kindes und überlegen, wie ein passender Weg aussehen könnte.